Dados häufig albtraumhafte Bilder sind stark mit dem Surrealismus verwandt und in ihm verwurzelt. Ihnen ist eine tiefe Melancholie eigen, die allen Lebewesen innewohnt und zugleich Ausdruck von kompromissloser Humanität ist. Seine Bilder stellen ein Gewimmel menschlichen Elends dar, das durch eine Vielzahl ungestümer und grotesker Monster, sonderbarer Geschöpfe bevölkert ist. Die Formen zerfließen und charakterisieren häufig einen katastrophalen Zustand der seelischen Zerstückelung und des leibli- chen, grausamen Zerfalls. In einer Zeit, die von informeller Abstraktion ge- prägt war, wurden Dados Arbeiten der 1960er-Jahre für Künstler einer neuen Figuration wie Eugen Schönebeck oder Georg Baselitz zu einem wichtigen Vorbild. Der Katalog präsentiert eine Auswahl seiner frühen Zeichnungen und Gemälde.
Dado (Miodrag Djuric, 1933 – 2010) wurde in Montenegro geboren und kam 1956 nach Paris. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, u. a. im Chicago Art Institute und Centre Pompidou, Paris. 2009 vertrat er Montenegro auf der Biennale in Venedig.
Herausgeber: Gregor Jansen, Kunsthalle Düsseldorf
Autoren: Gregor Jansen, Isabelle Monod-Fontaine
Künstler: Dado
Festeinband
20 x 24,5 cm
72 Seiten
28 Farbabb.
Deutsch/Englisch
Lieferbar
ISBN 978-3-86828-314-3
24 Euro
2012