“Man denke sich eine Mischung von Willi Geiger, Grosz und
Kubin. Und doch durchaus eigenartig”, schrieb Kurt Tucholsky
1932 in der “Weltbühne” über Johannes Wüsten. Und “böse,
herrlich böse” sei dieser Wüsten obendrein, aber “böse aus
enttäuschter Güte”.
“Johannes Wüsten. Leben und Kunst” ist die bisher
umfangreichste Dokumentation des Werkes dieser zu Unrecht in
Vergessenheit geratenen Künstlerpersönlichkeit. Die Autoren
der Texte, Karl-Ludwig Hofmann und Christmut Präger,
beschäftigen sich seit Jahren mit dem Künstler und seinem
Schaffen.
In Leben und Werk Wüstens spiegelt sich die Geschichte der
ersten Hälfte unseres Jahrhunderts. Geboren 1896 in
Heidelberg, Kriegsteilnahme 1916 bis 1918, 1919 Mitglied der
Hamburger Sezession. Ab 1923 wandte er sich der Neuen
Sachlichkeit zu. 1934 Flucht nach Prag und Paris, wo er 1941
von der Gestapo verhaftet wurde. Der Volksgerichtshof
verurteilte ihn wegen “Vorbereitung zum Hochverrat”,
vorgeworfen wurde ihm “die Beeinflussung der Massen durch
Herstellung von Schriften und bildlichen Darstellungen”. Wüsten
starb am 26. April 1943 im Gefängnis Brandenburg-Görden.
Herausgeber: Hans Gercke
Autoren: Christmut Präger, Karl-Ludwig Hofmann
Künstler: Johannes Wüsten
Festeinband
20 x 24 cm
192 Seiten
24 Farb- u. 221 S/W-Abb.
Deutsch
Lieferbar
ISBN 978-3-9804444-7-7
35 Euro
1996